April 2013

Monthly Archive

alt aber gut!

Posted by on 26 Apr 2013 | Tagged as: ... ? ...

Nachdem das Taucherlebnis irgendwann mal vorbei sein mußte, hab ich mir also nach paar alte Steine angeschaut. Gibt ja da so einige in Ägypten, zum Beispiel in der Wüste, die man drei Stunden durchquert wann man von Safaga nach Luxor kommen will. Noch spektakulärer sind dann eigentlich die bemalten und zu spezifischen Formen arrangierten Steine, die direkt in der ehemaligen Hauptstadt Theben (das 100-torige!) zu finden sind.

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Luxor, aufgeräumte Touristadt, der es vor allem an Touristen fehlt. Gibt nämlich gerade keine. Was es zum Vergnügen macht, die ganzen Kulturstätten zu besuchen und dort Fotos ohne rumlaufende Massen zu knipsen. Und selbst bin ich dann auch zur Attraktion geworden, Ägypter konntens nich lassen sich mit mir (Touri! Lange Haare!) photographieren zu lassen. Schwierig war da nur der Umgang mit den Tourikramverkäufern, die haben natürlich auf ihren Teil der Tourismus-Finanzierung gehofft, aber leider meist vergebens.

Karnak Tempel
Luxor Tempel
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Insgesamt, Luxor is herrlich. Wenn man das eh schonmal sehen wollte, ist gerade ne prima Zeit, nix los eben. Und Luxor ist ne schöne Stadt, ägyptisch, aber sehr aufgeräumt. Sieht bissl aus wie die Schweiz, ordentlich, grün, nur die schneebedeckten Berge fehlen dort. Nebenbei gibts viel zu gucken und zu lesen, wenn man denn der Sprache der Alt-Ägypter (hieroglyphisch) mächtig ist. Kann ich natürlich fließend. Angucken.

Und nun, seit vier Tagen, bin ich endlich wieder zu Hause. Juhuu, Rostock, nix geht über die Freunde und Vertrautheiten die das Leben hier heimelig machen – ich freu mich jedenfalls wieder aufs normale Leben, und das regelmäßige blog-schreiben pausiert nun vielleicht auch mal wieder.

Safaga

Posted by on 16 Apr 2013 | Tagged as: ... ? ...

Endlich mal wieder, Tauchen! Eine Woche Tauchurlaub in Ägypten, keine schlechte Wahl. Andere wählen anders, darum gibt es aktuell keine Touristen hier. Also fast keine, im Hotel (der Eigentümer spricht bayrisch, Grüß Gott!) sind noch drei Franzosen, die auch zum Tauchen hier sind, sonst ist alles leer. Im Tauchcenter bin ich der einzige Gast, schade eigentlich, die Leute (Diko, Ahmed) sind prima aber haben halt grad keine Kundschaft.

vom Schiff
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Alle Touristen sind durch die Veränderungen verunsichert, okok, nach Kairo würde ich vielleicht auch grad nicht fahren wollen, aber hier ist man eben auch weit weg von allem Trouble den Ägypten gerade durchlebt. Die meisten finden die Veränderungen gut, allerdings sind in Safaga alle vom Tourismus abhängig. Keine Touristen, kein Geld – so ist auch die Einstellungen zu den Veränderungen wechselhaft. Auf jeden Fall ist Mursi keine Alternative, dass scheint einstimmig hier so zu sein. Was sie zu Facebook sagen, weiß ich allerdings nicht wirklich…

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Tauchen, jeden Tag. Ich bleib schon etas länger unter Wasser als vorher, aber brauch immer noch mehr Sauerstoff als alle anderen – drum bekomm ich ab morgen ne größere Luftflasche. Will ja schliesslich nicht immer der Erste sein, der wieder ausm Wasser kommt. Obwohl, die anderen (das Tauchboot teilen sich mittlerweile mehrere Tauchcenter) Taucher sind alle schön durchgefrohren nach einer Stunde in 24Grad warmen Wasser…

Zu sehen gibts Fische aller Farben, wenn man den richtigen Tauchguide hat auch Fische ohne Farbe (Steinfische), die als solche erstmal gar nicht zu erkennen sind. Und Korallen, verrückt was da unter Wasser so wächst, und das alles dreidimensional zu erkunden ist schon klasse. Heut war auch das erste mal Wracktauchen angesagt, naja, war nich so doll, aber vielleicht fühlen sich alle wie Schatzsucher wenn die ne vor 20 Jahren versunkene Fähre anschauen – is auch nur ein kaputtes Schiff voller Lebensenden.

Nun, dann schau ich mir doch lieber tausendjahre alte Gräber im Sand an. Also, Am Wochenende noch schnell nach Luxor, da soll es ja paar alte Steine geben. Doch vorher, tauchen tauchen tauchen, und vieleicht ein Pfeifchen zwischendurch 🙂

 

Abtauchen

Posted by on 13 Apr 2013 | Tagged as: Zur See

geschafft. Der letzte Tag aufm Schiff. Nun noch schnell alles an meinen Nachfolger übergeben, mal schauen wie aufnahmefähig der nach der Nacht im Flieger ist…

Und da ich nun schonmal in Ägypten bin, bleib ich doch gleich hier. Ne Woche Tauchen, dann noch nen kurzen Ausflug nach Luxor um alte Steine anzugucken, so stell ich mir das vor… Mal schauen was draus wird und ob die Tauchspots hier mit Providencia mithalten können…

Und falls es an Internet fehlt, dann schonmal byebye bis in anderthalb Wochen, dann kann ich Rostock wieder mein Zuhause nennen. Ich bring die Sonne mit, klar. Haltet durch!

Farscape

Posted by on 11 Apr 2013 | Tagged as: Buchstabensuppe

„There are so many places that I wanted you to see, people… There’s this lake in Maine. Used to spend summers there when I was a kid. Had more mosquitoes than a dog had fleas. My Dad and I, we’d camp out there.. and one night, the astronauts landed on the moon. I remember looking up at the sky. I knew right then what I was gonna do with the rest of my life. I couldn’t have been more than four years old. Yeah, I really wanted you to see that.“[1]

Die letzten sechs Wochen, ein herrlicher Ausflug in die für meinen Kopf seit langem bunteste und schrägste Science-Fiction-Welt – dankeschön. Zeit zurück in die Realität zu wechseln…

und: demnächst auch auf unserem server.

Go Go Goa.

Posted by on 05 Apr 2013 | Tagged as: Zur See

…ist nun auch hinter mir. Ganz Indien eigentlich, da ich gestern nicht zum Schreiben gekommen bin und wir nun auch an Mumbai vorbeigeschippert sind. Goa, um mal nicht mit den Hitzeklischees zu kommen, war aber ganz erträglich. Die Lufttemperaur verrate ich nich, nur soviel, ich hab immer noch Sonnenbrand (merke: überall eincremen!) und beim Baden im 30,5Grad warmen Wasser konnte man sich eine prima Abkühlung von der Nachmittgssonne verschaffen 🙂

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Ich hab nämlich festgestellt, dass ich ja auch mal Erholungsurlaub machen muß und bin direkt zu nem Strand gelaufen – einmal Baden muss ja auch sein. Glücklicherweise war der Strand direkt um die Ecke vom Schiff, aber nicht direkt durch ne Straße zu erreichen. Musste man schon nen Weg übern Berg finden, aber das war natürlich für einen Karten und GPS-Erfahrenen Indien-Kenner das geringste Problem. Und als Belohnung der Aktivität gabs dann auch nen einsamen Strand, niemand da. Die Taxis konnten da nämlich nicht hin, drum hats auch kein anderer Tourist und niemand von der Crew bis dahin geschafft. Herrlich!

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Nun, weniger ästhetisch war der Weg dahin, Betonbauten und Plastikmüll, naja, schön is anders. Aber kannte ich ja schon aus dieser Gegend, da muss man eben den Blick in die Ferne schweifen lassen, is ja nich mein Müll!

Und nun gehts auf zur letzten Etappe. Wir fahren Richtung Rotes Meer, und wie alle TV-Begeisterten wissen, sind dort die Piraten zu Hause. Auch wenn die Live-Karte der Übergriffe zeigt, daß die Gegend aus der wir kommen auch nicht ohne ist, wird nun an Bord mit dem Security-Theater losgelegt. Bullaugen zu, Licht aus! Zumindest bei der Crew, warum das Licht aus den Fenstern der Passagiere nicht so interessant sein soll, weiß noch niemand. Begründungen sind genauso abwesend wie Fragen. Klingt komisch, is aber so! Mir solls erstmal egal sein, ich warte ab. Denn nur noch ein Hafen (Salalah) und drumherum 6 Tage auf See und dann kann ich mich ausm Staub machen.

Dann steht aufm Urlaubsplan noch ne Woche in Safaga tauchen – ganz ohne Security-Trallala, juhuu!

Incredible! India.

Posted by on 01 Apr 2013 | Tagged as: Zur See

Endlich mal wieder. Schon am Hafen weht einem die schwüle Hitze entgegen, im typisch unspektakulär betonierten Hafenbereich tanzt eine Folkloregruppe zur Begrüßung des Kreuzfahrtschiffes. Und die TukTuk-Fahrer tanzen auch schon vor Freude, müssen aber noch warten.

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Indien, das ist eben nicht nur Chaos drumherum, sondern auch Bürokratie durch und durch. Auch wenns wohl keinen Sinn macht, tausende Seiten Papier (wirklich, mehr als 5.000) müssen erst von Bord an Land gebracht werden bevor klar ist, dass wir hier bleiben dürfen. Dann kommt die Verwaltungsdelegation an Bord – Facecheck heißt das. Dabei wird jedem ins Gesicht geguckt, ein Stempel auf einen Zettel gedrückt und dann darf man auch an Land. Wenn man dazu kommt, und nur zwischen 8 Uhr Morgens und 8 Uhr Abends. Seefahrer dürfen hier nicht draußen übernachten, is eben so! Seefahrer sollen shoppen, und die Läden machen Abends zu. Und die Stadt verlassen dürfen wir auch nicht, gerade bei nem Vier-Tage Aufenthalt wäre das natürlich optimal gewesen, naja, incredible!

Trotzdem, einmal raus musste schon sein, schließlich musste ich doch gucken, ob alles noch wie vor 6einhalb Jahren ausssieht. Also ne alte Fähre genommen (3Rupie pro Überfahrt) und darauf vertraut, dass Rost schwimmt. Es ging direkt rüber nach Fort Cochi, da bin ich dann paar Stunden rumgelaufen und hab Indien geschnuppert. hab mich als chinesischer Fischer versucht (oder als typischer Touri?) und mit ner Gruppe junger Inder gelabert. Fast wie damals, natürlich sind die deutschen Fußballer immer noch das Thema Nummer eins. Werder Bremen und Podolski, von Hansas Weg in die Regionalliga war allerdings keine Rede.

Chinese Fishingnets
Riesenbaum

Irgendwann zufällig einen Biennale-Standort gefunden (aha, sowas gabs hier), und dann überraschend auch Protest-Plakate gegen die Steurverschwendung bei derselben. Danach noch eine Weile Indern beim Cricketspielen zugeschaut, ein herrliches Spiel, welches schon im geordneten Wettkampschema für unsere Augen recht chaotisch wirkt. Wenn dann aber mehrere Spiele auf einem Platz parallel laufen und Mannschaften nicht durch einheitliche T-Shirts erkennbar sind, ist das Chaos perfekt.

So entspannt vom äußeren Chaos gings dann auch schon wieder zurück an Bord, schliesslich war Ostersonntag und ich wollte doch mit meinen Kollegen noch mal aufm Achterdeck zusammensitzen – is ja nich jeden Tag Ostern.