Höhenflug mit Wasserlandung

Posted by on 06 Jun 2014 | Tagged as: Flugshow

so hab ich mir das alles nicht vorgestellt. Aber was solls, erstmal die guten Neuigkeiten: Ich kann fliegen.

Genau. Ich hab nämlich endlich mal aufgehört, immer nur begeistert nach oben zu gucken, oder mit eingequetschten Beinen nach unten, das konnte so alles nicht weiter gehen. Drum hab ich mich bei ner Gleitschirmschule angemeldet, gleich nachdem ich gelernt hatte, das sowas auch im Flachland geht. Da wird man dann einfach mit ner Winde nach oben gezogen, also, wer braucht schon Berge? Jedenfalls hab ich ne Woche lang gelernt, versucht den Schirm wie nen Drachen aufsteigen zu lassen, hab mir Wolken angeguckt und drüber philosophiert, woher sie kommen, warum sie sind wie sie sind und was sie mit mir wachen wollen. Und bin natürlich auch geflogen, erst zaghaft in Bodennähe, dann immer höher, und irgenwann Montag wars dann endlich soweit.

Rene
Rene

Dann gabs die Müritz von oben zu sehen, zugegeben nur von weit von der Seite, aber mehr war nicht drin, wollte ja wieder aufm Platz landen. Als frischer Besitzer eines Höhenflugausweises – dem ersten Schritt zur Fluglizenz – durfte ich ja noch nicht einfach irgendwo anders hinfliegen. Also fleißig am letzten Montag bei idealen Bedingungen etwa 500 Meter hoch gewesen, rumgesegelt und alles beguckt was geht. Und Angst abgebaut, klar, is schon nicht ohne diese Höhe. Oder dieser Kopf, der die Realität nicht erkennen will, dass der Boden die Probleme macht, nicht die Höhe.

Die Konsequenz kam dann natürlich prompt, als ich wieder am Boden war. Kaum zu Hause angekommen, war da auch schon die email-Einladung für meinen nächsten Flug. 11km Höhe, 1000km/h Geschwindgkeit, Ziel: Kreuzfahrtschiff, Kroatien.

So bin ich also nochmal mit Fenster vorm Auge geflogen, und ich kann euch sagen, das is keine Alternative. Auch nich für die zwei Wochen Fusion-Aufbau, die ich nun mit dem Schiffsleben tauschen darf. Nun, hilft nix, zum Leben bleibt ja auch danach noch Zeit .)

Kreislauf

Posted by on 30 Nov 2013 | Tagged as: Sri Lanka

Nach zwei Tagen Strandleben ist nun die Runde komplett. Ich bin nun wieder da, wo Sri Lanka fuer mich angfangen hat. Nachher nochmal Essen fassen (devilled Fish, not too spicy, yes, medium spicy, ok) und dann klingelt morgen der Wecker gegen 5:30, der Flugplan will es so.

Strandleben, kann ganz ok sein, wirklich. Viel Lesen, ab und zu ins Wasser und zwischendurch ne Orangina oder ein Bier, je nach Sonnenstand. Auf Dauer wird man natuerlich bloed davon, aber vom arbeiten ja auch, hab ich mir sagen lassen. Trotzdem, auch hier gilt: die Ostsee hat das bessere Wasser und geringere Bekleidungsprobleme – liegt also immer noch klar vorm im internationalen Beachranking.

Fuer die NumerologInnen, Abendessen gabs einmal an Tisch 23, einmal an Tisch 7 und einmal an Tisch 16 – hat das was zu bedeuten? Hab ich was gewonnen?

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Uebrigens, Mirissa, so hiess der Strandort, is echt ne Besonderheit. Touristisch, klar, aber immerhin waren da die langhaarigen in der Ueberzahl. Unter den einheimischen Strandworkern, schoen. Ueberall laeuft Marley-Mucke und ab und zu riechts vertraut, is vielleicht der Karibikstrand Sri Lankas. Ausfluege hab ich mir gespart, obwohl ich Delphine und Wale sehen haette muessen. Aber das kann ich ja demnaechst nachholen, wollte mir ja nich die Vorfreude auf meine naechste Kreuzfahrt verderben.

So, nun gehts raus in den Regen, und wenn ich die 20jaehrige Dame wiedertreffe, die so sehr in mich verliebt war, spendier ich ihr nen Abschiedstrink! Oder mir, vor allem!

Abwaerts

Posted by on 28 Nov 2013 | Tagged as: Sri Lanka

Gestern hab ich also tatsaechlich den Bus zur Kueste genommen. War schon etwas schade, sich von den Bergen zu verabschieden, aber schwitzen kann man ja auch am Strand. Drum frueh, so gegen elf, rein in den Bus und 5 Stunden Sauna fuer nur 1.20€. Als Extra gabs die erste Stunde sogar noch ne Achterbahnfahrt – zumindest hat sich das so angefuehlt, als wir mit geschaetzt 200km/h die kurvigen Bergstrassen runtergeheizt sind.
Danach kam Sauna pur, als dann die Endstation erreicht war, war ich ganz ich selbst, und roch auch so. Keine Atempause, weiter gings nach Mirissa, ein touristenfreundliches Dorf’um die Ecke. Dort erstmal ne Unterkunft gesucht und gefunden. Die obere Etage eines Nobelgasthaeuschens, welches sich ne Familie in ihren Garten gestellt hat. Und weils noch nich fertig war, gabs fuer mich nen Sonderpreis – das fertiggestellte perfekte Wohnerlebnis mit TV und Trallala (Fusbodenheizung?) haett ich eh nich gewollt.

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Weil alles so gut geklappt hat, gings dann noch fix baden (indischer Ozean, schoen warm) und in ner Strandbar den Abend versenken. Genau so sollte es sein… und so wirds mal noch zwei Tage weitergehen, bis ich den Weg zum Flughafen wiederfinden muss.

Uebrigens, was tut man, wenn die 3kg Buecher ausgelesen sind – das war doch die Frage… Genau, man erinnert sich an die Errungenschaften der Hightech-Welt und besorgt sich ein spannendes eBook. Geht ja auch, da sach mal einer der Fortschritt sei zu nix nuetze.

Ella Rock

Posted by on 26 Nov 2013 | Tagged as: Sri Lanka

Ella rockt. Irgendwie zumindest. Gestern gabs erstens kein Internet und weng spaeter auch keinen Strom mehr. Fein, daran, wo noch Licht war, konnte man erkennen, welche Lokale schon vor dem Touriboom existierten. Die hatten natuerlich nen Notstromgenerator, klar. Nur die neuen verlassen sich auf Strom aus der Dose!

So fiels mir recht leicht, mal wieder meinen Weg in die lokale Kneipe zu finden, schliesslich gabs die sicher schon einzwei Tage nach Gruendung des Dorfes. Und je spaeter, regnerischer und stromfreier der Abend wurde, umso mehr Touristen fanden sich dann auch dort ein. Touristen, also auch Frauen, das gibs ja sonst gar nich in der Dorfkneipe. Jaja, is hier so gesehn genauso wie in Indien. Jedenfalls gabs drum ein grosses Hallo und die sturzbetrunkenen Locals hatte alle Muehe, mit den trinkfesten Damen aus der Ferne mitzuhalten. Schoen.

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Ich war natuerlich der letzte Kunde, entsprechendes Training ist ja vorhanden. Und Kneipenschluss is hier gegen 10, also nich wirklich dramatisch. Entsprechend bin ich heut frueh gleich los zum Ella Rock gewandert. Ueber Bahnschienen, durch Dschungelpfade und irgendwie bei krasser Hitze immer bergauf. Aber in der Ruhe liegt meine Kraft, und so war ich punktlich ne Viertelstunde bevor der Wolkennebel kam auf dem Gipfel. Achja, is schoen hier, irgendwie is das schade, dass es in Rostock keine Berge gibt – aber waer ja eh nich dasselbe.

Ach, und die weitere Planung steht auch schon. Morgen mitm Bus nach Matale, dann weiter an den Strand. Will ja nochmal zwei Tage faul sein bevor die Rueckreise wieder ansteht.

Ella

Posted by on 25 Nov 2013 | Tagged as: ... ? ..., Sri Lanka

Lief doch alles nach Plan. Erst gings Freitag nach Kandy, ne elend lange Busfahrt im Luxusbus mit Klimaanlage und TV. Natuerlich gabs irgendsoein lokales Religionsgemetzel, schrecklich, ekelhaft. Egal, abends kurz Kandy angeschaut und gewusst, dass ich da nich bleiben wollte.

Samstag war dann Zugtag, mitm Bummelzug quer durch die Berge, durch Teeplantagen, durch traumhafte Taeler 7 Stunden bis nach Ella, ein Bergdorf am anderen Ende der Welt. Mal fast bis auf zweitausend Meter, dann wieder runter, und nachmittags in Ella auf etwa 1000m angekommen. Nach einigen Fehlversuchen hatte ich dann auch ne prima Unterkunft gefunden, ueberm Dorf mit Balkonblick auf Berge, nen Wasserfall und, klar, Teeplantagen.

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Der Weg zur Unterkunft is klassisch, erst ein Stueck de Strasse lang (ausweichen wenn ein Bus kommt!), dann paar Meter auf den Bahnschienen (ausweichen wenn ein Zug kommt!) und dann nur noch den Berg rauf, fein.

Heut hab ich dann die Iduelle gleich genossen, viel gelesen, Wasserfall angeguckt und sogar etwas gewandert, vom little Adams Peek hab ich die Umgebung bestaunt. Jaja, gibt auch Bilder, aber spaeter, so isses eben.
Und sonst? Frag ich mich, womit ich mich ablenken werde, jetzt wo alle 3kg Buecher ausgelesen sind? Da muss wohl dann morgen dochnnoch mal ne Ganztagswanderung her, hilft ja nix. Und danach werd ich mich wohl wieder Richtung Kueste begeben, soll ja auch ganz schoen sein, schaun wir mal…

Bergauf, bergab

Posted by on 22 Nov 2013 | Tagged as: Sri Lanka

Heut frueh gegen 8 in die Sonne geschaut und festgestellt, das doch prima Wetter zum Bergsteigen ist. Also gleich nachm Fruehstueck (das dunkle war Kaffee!) losgelaufen zum Sigiriya Rock.
Ein herrlicher Park umschliesst das ganze, logisch, wer will schon nen protzigen Palast ohne Park. Wasser, riesiege Seerosen (die nenn ich mal so) und bunte Voegel, dazu Affen und Hunde, klar. Als extra gabs noch metergrosse Echsen, die aber auch kein Namenssxhild trugen. Dennoch, quer durch herrlichste Natur gings ab nach oben.

Dabei fiel mir wieder ein und auf, dass ich ja Hoehenangst habe. Zum Glueck war ich damit nicht allein, und so wie mir leidenten auch einige Touristen um mich rum. War das also Mitleid? Jedenfalls haben die Eindruecke und Ausblicke sich gelohnt, es gab anderthalbtausend Jahre alte Frauenbilder (obenohne, mal mit drei Haenden, mal mit drei Bruesten) und nen ebenso alten Park mitten auf dem Felsen obendrauf.

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Leider waren die Pools oben auch genauso alt, das Wasser war daher nich so einladend. Aber die Sehnsucht nach einer goldenen Trillerpfeife fuer eine gezilte Reise in die Vergangenheit war doch vorhanden.
Na, und weil mal ja auf einem Berg nich stehen kann, hab ich dann beschlossen, den Nachbarhuegel auch noch zu erklimmen. Touristisch nich so erschlossen, musste man da erstmal den Weg erraetzeln, ein fantastisches live-adventure (achtung: nur ein leben). Dennoch hab ich den Aufstiegspfad hinter dem Tempel an dem Plastikflaschenhinweis erkannt, und den Baum als Leiter missbraucht, sonst waer das nichts geworden. Immerhin, oben angekommen gabs als Belohnung einen wunderschoenen Ausblick und zwei deutsche Touristen, die das gleiche Spiel gewaehlt hatten. Wusstet ihr eigentlich, dass der Rueckweg noch schwerer zu finden ist als der Hinweg? Muss das so sein?

Ihr merkt schon, ein prima Tag, drum gehts jetzt noch irgendwo Internet und dann ein Bier auftreiben und dann morgen weiter nach Kandy. Glaub ich, hab ja noch etwas Zeit mir das zu ueberlegen.

Reiselust

Posted by on 21 Nov 2013 | Tagged as: Sri Lanka

Nach der vorgeplanten Ankuft in Negombo, am Weststrand Sri Lankas, hab ich erstmal Ruhe bewahrt. Das Hotelzimmer hatte nen Balkon mit Blick zum Strand mit Palmen, genau was ich wollte um mich in Gedanken und Buecher zu vertiefen. So hab ich dann auch zwei Tage fast nur aufm Balkon verbracht, immerhin geschuetzt vor der bratenden Sonnehitze.

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Klar gings auch ab und zu auf Nahrungssuche, schliesslich muss man ja leben. Bier gabs auch, aber gemuetlich. Die Kontakte mit Touristen gingen gegen Null, da waren die Einheimischen schon kontaktfreudiger. Im Angebot waren Decken, Handtuecher, eine neue Brille, eine neue Frau, nach Ablehnung ein neuer Mann, Ausfluege zu den schoensten Plaetzen der Insel sowie Katamarantouren. Doch selbst als mir eine attraktive 20jaehrige ‚i love you‘ ins Ohr fluesterte, konnte das fuer mich nur eins bedeuten – ich muss hier weg.

Drum wird nun die Insel erkundet, juhuu, das Reisefieber hat mich gepackt und heute nach 7 Stunden Busfahrt auch fast umgehauen. Unterwegs unglaublich schoene Landschaften, fruchtbar is der Acker hier auf jeden Fall. Die Reise ging in die Mitte der Insel, nach Sigiriya. Dort ist ‚the country’s memorable single attraction‘, sagt mein Reisefuehrer. Hab ich zwar heut schon von Ferne gesehen, aber morgen wird dann der 200m hohe Berg, der mitten im platten Land steht und ein Rueckzugsort fuer Bhuddisten war auch mal bestiegen.

Ahso, Bilder gibs irgendwann spaeter und der Text kommt natuerlich auch erst ins Netz, wenns Netz gibt. Klar!

Fluchtreflex

Posted by on 18 Nov 2013 | Tagged as: Sri Lanka

Es ist zu viel Kaelte in diesem Herbst…
Aber vielleicht ist das auch ganz normal, und der Sommer war nur zu schoen? Jedenfalls war klar, dass etwas passieren musste, spaetestens als der Blick in den heimischen Garten keine Gluecksgefuehle mehr erzeugen konnte. Der Lack war ab, die Blaetter auch, und als dann auch noch die Traenen ueber die verbluehten Rosen Gefahr liefen, direkt an den Augen zu gefrieren, musste eine Entscheidung her.
Flucht. Ab in die Sonne, ab in eine Welt, in der noch Sommer ist. In eine Welt, in der immer Sommer ist, auch wenn das sicher nur von Ferne so erscheint. Flucht. Um Sommertraeume zu konservieren und nochmal in Ruhe Abschied zu nehmen, um Abstand zu gewinnen und um mir selbst klar zu machen, dass die Welt viel groesser ist als mein Wintergarten. Und um Heimweh zu bekommen, vielleicht, werden wir sehen.
Der Fluchtpunkt heisst diesmal Sri Lanka, die Entscheidung ueber das Fluchtziel hatte ich Computern ueberlassen, die sind da eh rationaler. Auf jeden Fall werd ich dort die naechsten zwei Wochen verbringen, und vielleicht, wenn ich den Strandblick satt habe, auch etwas die Insel erkunden. Und falls sich Internet und Motivation treffen, wirds hier auch wieder mal ein paar Beitraege geben, genau!
Also, macht nich alles kaputt wenn ich weg bin (das mach ich lieber selber) und nun drueckt mir die Daumen, das mein Flieger endlich kommt – noch haeng ich in Doha/Qatar und schau wie die Sonne die Landebahn ansengt.

alt aber gut!

Posted by on 26 Apr 2013 | Tagged as: ... ? ...

Nachdem das Taucherlebnis irgendwann mal vorbei sein mußte, hab ich mir also nach paar alte Steine angeschaut. Gibt ja da so einige in Ägypten, zum Beispiel in der Wüste, die man drei Stunden durchquert wann man von Safaga nach Luxor kommen will. Noch spektakulärer sind dann eigentlich die bemalten und zu spezifischen Formen arrangierten Steine, die direkt in der ehemaligen Hauptstadt Theben (das 100-torige!) zu finden sind.

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Luxor, aufgeräumte Touristadt, der es vor allem an Touristen fehlt. Gibt nämlich gerade keine. Was es zum Vergnügen macht, die ganzen Kulturstätten zu besuchen und dort Fotos ohne rumlaufende Massen zu knipsen. Und selbst bin ich dann auch zur Attraktion geworden, Ägypter konntens nich lassen sich mit mir (Touri! Lange Haare!) photographieren zu lassen. Schwierig war da nur der Umgang mit den Tourikramverkäufern, die haben natürlich auf ihren Teil der Tourismus-Finanzierung gehofft, aber leider meist vergebens.

Karnak Tempel
Luxor Tempel
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Insgesamt, Luxor is herrlich. Wenn man das eh schonmal sehen wollte, ist gerade ne prima Zeit, nix los eben. Und Luxor ist ne schöne Stadt, ägyptisch, aber sehr aufgeräumt. Sieht bissl aus wie die Schweiz, ordentlich, grün, nur die schneebedeckten Berge fehlen dort. Nebenbei gibts viel zu gucken und zu lesen, wenn man denn der Sprache der Alt-Ägypter (hieroglyphisch) mächtig ist. Kann ich natürlich fließend. Angucken.

Und nun, seit vier Tagen, bin ich endlich wieder zu Hause. Juhuu, Rostock, nix geht über die Freunde und Vertrautheiten die das Leben hier heimelig machen – ich freu mich jedenfalls wieder aufs normale Leben, und das regelmäßige blog-schreiben pausiert nun vielleicht auch mal wieder.

Safaga

Posted by on 16 Apr 2013 | Tagged as: ... ? ...

Endlich mal wieder, Tauchen! Eine Woche Tauchurlaub in Ägypten, keine schlechte Wahl. Andere wählen anders, darum gibt es aktuell keine Touristen hier. Also fast keine, im Hotel (der Eigentümer spricht bayrisch, Grüß Gott!) sind noch drei Franzosen, die auch zum Tauchen hier sind, sonst ist alles leer. Im Tauchcenter bin ich der einzige Gast, schade eigentlich, die Leute (Diko, Ahmed) sind prima aber haben halt grad keine Kundschaft.

vom Schiff
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Alle Touristen sind durch die Veränderungen verunsichert, okok, nach Kairo würde ich vielleicht auch grad nicht fahren wollen, aber hier ist man eben auch weit weg von allem Trouble den Ägypten gerade durchlebt. Die meisten finden die Veränderungen gut, allerdings sind in Safaga alle vom Tourismus abhängig. Keine Touristen, kein Geld – so ist auch die Einstellungen zu den Veränderungen wechselhaft. Auf jeden Fall ist Mursi keine Alternative, dass scheint einstimmig hier so zu sein. Was sie zu Facebook sagen, weiß ich allerdings nicht wirklich…

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Tauchen, jeden Tag. Ich bleib schon etas länger unter Wasser als vorher, aber brauch immer noch mehr Sauerstoff als alle anderen – drum bekomm ich ab morgen ne größere Luftflasche. Will ja schliesslich nicht immer der Erste sein, der wieder ausm Wasser kommt. Obwohl, die anderen (das Tauchboot teilen sich mittlerweile mehrere Tauchcenter) Taucher sind alle schön durchgefrohren nach einer Stunde in 24Grad warmen Wasser…

Zu sehen gibts Fische aller Farben, wenn man den richtigen Tauchguide hat auch Fische ohne Farbe (Steinfische), die als solche erstmal gar nicht zu erkennen sind. Und Korallen, verrückt was da unter Wasser so wächst, und das alles dreidimensional zu erkunden ist schon klasse. Heut war auch das erste mal Wracktauchen angesagt, naja, war nich so doll, aber vielleicht fühlen sich alle wie Schatzsucher wenn die ne vor 20 Jahren versunkene Fähre anschauen – is auch nur ein kaputtes Schiff voller Lebensenden.

Nun, dann schau ich mir doch lieber tausendjahre alte Gräber im Sand an. Also, Am Wochenende noch schnell nach Luxor, da soll es ja paar alte Steine geben. Doch vorher, tauchen tauchen tauchen, und vieleicht ein Pfeifchen zwischendurch 🙂

 

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