Zur See

Created by blog-admin on 26 Okt 2008

So hab ich mich also entschieden, dem Ruf der See zu folgen! Und werde nun die sieben Weltmeere kreuzen, mich mit Piraten anlegen und Seeungeheuer besiegen. Und weil sowas dokumentiert werden muss, gibts hier extra Platz dafür. Der noch gefüllt werden wird.

Related Posts, newest first:

Berliner Fersehturm

Posted by rene on 30 Jan 2010 | Tagged as: Zur See

das war das magische Wort, das stand für das riesigste, was es für mich als kleinen Knirps gab. So magisch, dass ich mich immer wieder gefragt habe, warum es bis zu diesem Turm da am Horizont nen ganzen Tag im Trabi dauerte. Trotzdem, ein Traum.

Zur Krönung des ganzen mussten natürlich die Wasserspiele die Wartezeit überbrücken, Papi stand schliesslich stundenlang nach Eintrittskarten an.

Große Kinder brauchen große Spielzeuge. Ausserdem hat sich nichts geändert, ok, irgendwo ist irgendwann ein Sack Reis neben einer Mauer umgefallen und das Klima ist hier auch anders, aber: Es gibt auch hier sowas wie ein Centrum-Warenhaus (= Dubai Mall), paar Wasserspiele (= Dubai Fountain) und nen Fersehturm (= Burdsch Chalifa).

[Image]
Shopping as Livestyle

Okok, das Warenhaus ist gigantisch, die Wasserspiele und der Turm sind die jeweils größten ihrer Art bisher, aber irgendwie kommt mir das Konzept bekannt vor. Und auch die Schlange zum anstehen ist wohl die riesigste der Welt, ungefähr. Zu lang für mich auf jeden Fall.

Und statt auf dem erwarteten Punk-Konzert landete ich im Kulturpark Plänterwald (= Global Village) natürlich auch dem größten seiner Art. Nur ohne Punk, dafür mit Jimmy Hendrix junior, direkt aus Marokko! Auch gut.

Dubai Rockwell Pub
Jimmy Hendrix junior.

Was für ein Tag, ein großer Tag, der weltgrößte Tag vermutlich. Und trotz der Schockwellen gibts das sicher nochmal, verrückt ist das ganze auf jeden Fall. Und nein, ich war noch nicht Skifahren in der Emirates Mall und die Fontäne war tatsächlich nicht nur eindrucksvoll sondern wirklich schön. Auch die Musik dazu…

schnee von gestern

Posted by rene on 07 Jan 2010 | Tagged as: Zur See

Weihnachten, Silvester, die Feste sind vorbei und das neue Jahr ist schon mitten drin. Nachdem ich’s im letzten Jahr nur einmal nach Indien geschafft hatte, konnte ich nicht anders als gleich den Jahresanfang mit indischem Smog zu beginnen. Vorher wurde gefeiert, was hier hauptsächlich aus flexiblen Arbeitszeiten und heftigen Fressorgien bestand. Zwischendurch fleißig an Satelliten gedreht, denn nur so lässt sich bei Fahrten über die halbe Welt sicherstellen, dass auch immer etwas Internet und schreckliches Fernsehen (Deutsche Welle Asien ist Schrott, Lotus Macao dafür ganz ok) für uns da ist.

Indien, achja. Beim zweiten und letzten mal musste ich natürlich an Land, schon allein um endlich mal frische Luft zu schnappen. Beim wieder an Bord kommen, klar.

An Land war nämlich nicht nur 30Grad über Null, sondern auch der klassische stickige Mief einer indischen Großstadt – willkommen in Mumbai. Sonntags, nicht wirklich viel los auf den Straßen, aber dennoch ganz klar am Hupen zu erkennen, das ist Indien. Mal wieder die Füße wund gelaufen, einmal rund um das Zentrum. Altern englischer Bahnhof, Hafen, India gate, genug um mal wieder zu wissen, dass Indien zwar schön ist aber Mumbai wirklich nicht meine Wahl wäre. Zumindest nicht das Mumbai, welches ich nun schon zum zweiten Mal für nen Tag sehen konnte. Das Chaos ist bei weitem nicht groß genug in dieser Stadt, als dass der Reiz das Unbehagen auf Dauer überdecken kann.

Muscat, Oman
Mumbai

Drum noch ein – tatsächlich viel kürzerer – Versuch, mich Indien zu nähern, in Goa gemacht. Aber auch hier, ohne Motorrad, ohne Zeit und ohne Distanz zu den 2000 anderen Touristen mit denen man ankommt ist Indien nicht Indien. Hier, wo Zeit nicht so schnell vergeht, ist ne Stunde viel zu kurz um sich wirklich drauf einzulassen.

Also bleiben in den folgenden Wochen die Kreise, die ich um Dubai drehen werde. Und um das mehr zu genießen hab ich schon die Kultursites gecheckt und werd morgen mal ein Heavy-Metal Konzert probieren. Stell mir sowas wie das JAZ vor, heißt hier Roswell und ist im Hotel Capitol. Selbstorganisiert und seit einem Jahr existent. Bin schon gespannt…

a safe bank

Posted by rene on 24 Dez 2009 | Tagged as: Zur See

Der Urlaub ist vorüber. Schon seit fast ner Woche, aber man muss ja erstmal ankommen an Bord. Und weils noch nicht so lange her ist, dass ich wieder meinen Bart täglich rasiere, fühl ich manchmal noch wie wenn ich nur mal eben kurz weg bin. Aus Frankreich, aus Berlin, aus Nantes, wo auch immer ich die 5 Wochen im November verbracht habe…

Hotel in Dubai
Mormugao, Goa

Angekommen in Dubai, durft ich erstmal ne Nacht im Hotel übernachten damit ich morgens nen Kaffee mit Aussicht geniessen konnte. Und erfahren dass trotz der Krise die sicherste Bank im Mittleren Osten die Bank von Kuweit ist. Und die sicherste Bank weltweit die KfW. Hmmm…

Ne sichere Bank ist auch der Weihnachtsbaum, der natürlich an meinem Aufstiegstag erstmal über die mir so wichtigen Antennen gebaut wurde – schnell noch bevor ich was dazu sagen durfte. Aber so ein hoher Mast wird ja schon nen Sinn haben, dachten die sich. Und sicher ist auch der Weihnachtsspam, der stündlich mit passenden Mails auf einen einregnet (”Eine schöne Weihnachtszeit und ich bin dann im neuen Jahr wieder erreichbar”) und zielsicher ignoriert wird.

Weniger sicher war mein Kollegenkreis, aber auch das passt, hab ich wieder mal Glück gehabt. Und wenn auch hier einiges anders ist als auf dem letzten Schiff, so ist doch alles gleich. Oder andersrum. Und wenn auch für den Einstieg mehr Arbeit anstand als einem lieb ist, hab ich schon fast ne Weltreise hinter mich gebracht. Von Dubai gings auf nach Mumbai, nach Goa und nun gehts schon wieder zurück nach Muscat. Achja, so nah war ich Indien lange nicht mehr. Und da hoff ich doch, dass ich nächste Reise mal raus komme, um wieder etwas indisches Chaos zu tanken – das kommt ja hier leider grad wieder viel zu kurz.

Heimspiel

Posted by rene on 05 Nov 2009 | Tagged as: Zur See

ist ja auch mal was feines. Eine Woche lang hat mich meine Süße hier begleitet, und das war ne spannende Erfahrung. Viel Sonne, Urlaub, Liebe, und das im Oktober. Da ist dann auch egal wenn die Landschaft hier meist eher eindrucksvoll denn ‘fucking brill’ ist, Sonne gabs genug und ich hab’s sogar mal vor die Tür, ähh, Gangway geschafft.

Santa Cruz de Tenerife
Welcome on board

Da sind wir beispielsweise in Funchal auf Madeira mit einer Seilbahn in die Höhe gefahren, um dann neben Wasserwegen zu wandern und zu testen, ob meine Höhensensibilität nur in Slovenischen Bergen wirkt (tut sie nicht!). Essen gabs vom heissen Stein und Getränke eher kühl, dennoch herrlich an Land zu sitzen. Ausserdem fühlt man sich schon fast wie zu Hause, wenn man am Nachbartisch Kollegen vom Schiff trifft. Wie aufm Dorf.

Meiner Liebsten hats auch gefallen, auch wenn der Schock an Bord oft nur schwer zu vertuschen war. Liegt sicher daran, dass wir an Land Nobelrestaurants genauso wie Bunt-Event-Beleuchtete Gegenden für Parties eher meiden. Abgesehen mal von der Fusion, aber das kann man ja nun mal gar nicht vergleichen. Und so habe ich nochmal als alter Seemann von einem Kreuzfahrt-Neuling all die Sachen beschrieben bekommen, die ich schon lange nicht mehr sehen will. Apropos Fusion, kam doch neulich ein Service-Techniker mit nem entsprechenden Armband. Jaja, hier kümmert er sich um die Laser, auf der Fusion wird die Turmbühne bunt leuchtend gebastelt. Aja, is wie aufm Dorf in dieser Welt.

Sonst gabs noch zwei Ausflüge quer durch Fuerteventura und Lanzarote, interessante Natur jedenfalls. Also vor allem unbelebte Natur, Dreck mit Lava überströmt, wo man auch hinschaut. Alles sieht aus, wie wenn hier gerade etwas ganz wichtiges gebaut werden würde (ein Flughafen, ein Parkplatz?) und darum schonmal alles zugeschottert wurde. Für nen kurzen Moment wirkt das vielleicht schön, aber wohnen will man hier nicht wirklich. Auch wenn es hier Kamele gibt, die sich ganz heimisch fühlen. Und ich auch für 15 Minuten Kamel war, aber das ist ne andere Geschichte.

Lanzarote
Fuerteventura

Zu guter letzt, Hansa hat wieder mal verloren gegen St. Pauli, so ein Spiel sieht dann auch auf nem 372-Zoll-Fernseher nich wirklich toll aus.

Abwechslung

Posted by rene on 24 Okt 2009 | Tagged as: Zur See

ist ganz wichtig an Bord. Gerade wenn man immer wöchentlich die gleichen Kreise dreht, kann das sonst ja auch leicht langweilig werden. Abwechslung gabs auch, aber selten die Zeit und Muße viel zu schreiben. Da war die Geburtstagsfeier von meinem Chef, 40 isser geworden.Und mindestens soviel Liter Bier wurde getrunken, ihm zu Ehren. Von mir. Erinnerungswürdig war auch der Abend als plötzlich in TV so ne indische Schnulze kam und ich danach mal wieder Fernweh hatte. Soweit das geht, hier in der Ferne.

Heimweh gabs auch, aber dagegen kann ja zumindest etwas getan werden. Zum einen wird mich meinen Liebste von heute an ne Woche begleiten, was ja schonmal der Hit ist. Darf bloß nich so viel kaputt gehen, dann mach ich mit meiner Süßen meine erste echte Kreuzfahrt! Also mit Urlaubsgefühl und so. Und wenn man schon mal dabei ist – zum anderen – kommt meine Mami für ne Woche Urlaub vorbei, weil ihr Sohn sich solch ein kreatives Geburtstagsgeschenk ausgedacht hat.

Na, und danach bin ich eh so sehr in Urlaubsstimmung, dass ich mal noch fix den Schreibstich aufräume und dann gleich – also in drei Wochen – nach Hause fliege. Genau. So siehts aus, hoffentlich bereitet mir die Technik an Bord bis dahin nicht zu viel Abwechslung…

fair

Posted by rene on 05 Okt 2009 | Tagged as: Zur See

is das nich. Nun kann ich endlich einmal die Woche ausgehen, die Nacht zum Tag machen, das Partyleben von Funchal geniessen, na ihr wisst schon. Und den Tag drauf muss ich trotzdem früh aufstehen. Und das, obwohl die Welt hier früh um 7 genauso dunkel und unfreundlich ist wie überall sonst! Unfair, ist das.

Ying und Yang

Posted by rene on 02 Okt 2009 | Tagged as: Zur See

ist genauso wie Frühling und Herbst. Irgendwie. Und fleissige LeserInnen werden sich erinnern, neulich war Frühling. Ich war an Bord und etwas überrascht, daß die Antenne sich lieber nach der Sonne als nach ihrem Plan und unserem Satelliten richtete. Und nun ist Herbst. Was nicht viel besser ist, aber die Antenne hier aufm Dach (in seemännisch gleich Ober-Deck) wieder ganz durcheinander bringt. Nur soll das diesmal auch ein gutes Zeichen sein?

Jedenfalls ist es ein Zeichen dafür, dass schon Oktober und somit bald die Hälfte meines Einsatzes rum ist. Und nun der Monat angebrochen ist, wo ich auch Besuch aus der Ferne bekomme, da freu ich mich schon. Auch weil dadurch das Gefühl der Fremde schon in drei Wochen vorbei sein wird, herrlich. Bis dahin werd ich weiterhin zwischen den  Kanaren rumkreisen. Und schauen was es zu schauen gibt.

Jaja, die Kanaren, teilweise schöne Inseln wechseln sich mit kargen Mondlandschaften ab. Mal ehrlich, wenn die Amis richtig was drauf gehabt hätten, dann hätten die die ganze Kohle für die Mondlandung für fette Parties ausgegeben und die paar Hanseln hier rumhüpfen lassen. Gerade Inseln wie Fuerteventura oder Lanzarote haben zwar schöne Namen abbekommen, aber leider sonst nicht viel. Okok, Krater gibs nich so viele wie aufm Mond, glaub ich. Aber sonst genauso. Kaum Leute, kaum Kneipen und rundherum Staub. So zumindest mein bisheriger Eindruck.

Arrecive - Lanzarote
Auszeichnung zum Mitarbeiter der Woche

Dafür gibts einmal die Woche auch die Chance, in Madeira den Abend an Land zu verbringen und sich wieder wie ein Landmensch zu fühlen. Bisher gabs nur zweimal Kneipe, aber Kultur gibs ja auch an Bord. Neben Theater auch Bilder, manchmal ganz überraschend wenn dann doch die Aufmerksamkeit drauf fällt. Kunst eben. Und Spannung und Schokolade gibs auch an Bord, also was will ich mehr? Zm Beispiel ne Auszeichnung als Mitarbeiter der Woche, achja, das wär was…

3 Stunden Afrika

Posted by rene on 15 Sep 2009 | Tagged as: Zur See

Na das wars dann also, drei Stunden war ich in Afrika. Genauer, Tanger, Marokko. Und war schon interessant, irgendwie nicht völlig ungewöhnlich aber doch aufregend. Tanger hat ne richtige mittlealterliche Altstadt. Und natürlich auch ne Serie Neubauten am Strand aber sowas schau ich mir ja nich an. Und dazu noch Leute, die einem permanent die Stadt zeigen wollen, ganz unverbindlich. Die dann versuchen Dich in Teppichläden zu bringen, Dir was vom Pferd erzählen (’ich bin hier Lehrer’) und dann, wenn man ihnen endlich klar gemacht hat das man wirklich nichts kaufen wird, nochmal versuchen Dir ne Handvoll Schuhcreme anzudrehen.

mit Kanonen auf Spatzen, Tanger
Harley fahrn in Tanger

Nich mit mir. Zum einen bin ich durch Indien bessere Überredungskünste gewöhnt, zum anderen brauch ich grad keine Schuhcreme oder ähnliches. Abgesehen davon gabs nich viele Erlebnisse in den drei Stunden, ein paar Kanonen waren schon das kuturelle Highlight des Ausflugs. Und arabische Schriftzeichen, die nicht zu verstehen sind. Was dazu führt dass auf Denkmälern nur deutsche Aufschriften oder Zeichnungen verständlich waren, hab ich mich eben darauf konzentriert. Und auf andere Kleinigkeiten am Weg. Zum Beispiel unglaublich weit verbreitete Schilder lachender Kühe, ohne sowas kann man hier keinen Laden aufmachen. Und darum strahlt einen in der berühmten (?) historischen Altstadt in den kleinsten Gassen das noch berühmtere Bild mit der Kuh mit Käse am Ohr an. Ist sicher genauso Pflicht wie die KAGO-Schilder an ostdeutschen Gartenzäunen – aber was solls, die Kuh ist glücklich. Und ich wars auch…

Overnight

Posted by rene on 13 Sep 2009 | Tagged as: Zur See

Das ist das magische Ereignis auf das ich nun anderthalb Wochen warten musste. Endlich irgendwo über Nacht liegen und darum nach Feierabend einfach so von Bord gehen und das alles mal hinter mir lassen, fein. Vorher muste allerdings erstmal ein langer Weg gefahren werden, einmal fleissig die Atlantikküste Europas lang. La Havre, Santander und La Coruna gabs zu sehen, vom Schiff aus, klar.

Nach dem kräftigen Sturm in der deutschen Bucht waren wir ja auf alles gefasst, als es nun durch die Biskaya gehen sollte. “Dieses Seegebiet ist für schlechtes Wetter, starke Stürme und extremen Seegang bekannt.” Sagt Wikipedia. Bei mir ist dieses Seegebiet für seine spiegelglatte Wasserfläche und Delphine, die ihre Rückenflosse aus dem Wasser streckend lustig durchs Wasser schwimmen (allerdings in unsere Gegenrichtung) bekannt. Vielleicht werd ich den Miesmacher-Artikel bei Wikipedia mal anpassen.

Wenn ich dazu komme.

Denn schliesslich gibts ja auch ne Menge zu erleben, wenn man mal nicht am Computer sitzt und die Welt draussen erkundet. Und wenn man Overnight hat. Lissabon, zum Beispiel. Quietschende Strassenbahnen, Nobelcafes mit Blick über die Stadt und alternative Rockfestivals. Und Slices with things. Und Ampelmännchen. Und Bands die fast niemand kennt. Ninfo und Bar zum Beispiel, letztere sogar ganz akzeptabel. Ein schöner Abend in der Realwelt.

Lissabon
Lissabon, aufm Konzert

Und sowas gibts bald wieder. Dann in Funchal auf Madeira. Dort liegen wir jede Woche von Sonntag zu Montag im Hafen, juhuu. Bleibt bloss noch rauszufinden wo sich die lärmende Szene dort so versteckt, aber wird schon. Und vorher werd ich morgen zum ersten Mal in Afrika sein, wenn auch nur kurz. Heute in Cadiz, setzen wir am Abend über nach Tanger / Marokko, den Landgang kann ich mir ja dann nicht entgehen lassen.

Seegang

Posted by rene on 04 Sep 2009 | Tagged as: Zur See

Schon wieder. Fast unbemerkt bin ich vor drei Tagen wieder zu See gegangen, um nun schon wieder zur See zu fahren.War ja fast absehbar, dass mein Schiff (!) nicht so lange ohne mich zurecht kommt. Letztendlich hat die oberste Einsatzleitung nach mehreren hohen Wellen in der Telefonleitung, die sie mit mir verbindet, entschieden, dass mich das Schiff in Warnemünde abholt und dann mit meiner Unterstützung weit nach Süden fährt, um dann im Wochenrhytmus um die Kanaren zu kreisen.

Zwei Monate Sommerurlaub, Sauna am Strand, Bergwandern in Slovenien, Paddeln im Bodden, Rio Reiser in Fresenhagen, Motorradfahren an der Ostseeküste. Zwei Monate mit meiner Liebsten. Und einige von euch konnt ich ja auch treffen in den zwei Monaten. Und nun, ist der Sommer rum. Oder besser, ist das Jahr rum, weil es dort wo wir hinfahren natürlich auch weiterhin Sommer ist. Aber die Zeit des freien Lebens ist mal wieder vorbei, und irgendwie ist es unfassbar dass ich bspw. nur für drei Tage in Berlin war. War einfach zu kurz der Sommer. Aber schön war er, yeah!

Nordsee

Nun, heulen hilft nix, ich gewöhne mich langsam wieder an den Bordalltag und freu mich darum erstmal über den Nordsee-Abschieds-Sturm, den wir heute auf dem Weg nach Hamburg durchqueren. Guter Seegang für den Dampfer. Es lässt sich nicht mehr ignorieren,  das Schwanken zeigt es, wir sind auf See. Und zum ersten mal in meiner Seefahrerlaufbahn bin ich auf ein bekanntes Schiff zurückgekommen, das hat auch was. Viele vertraute Menschen, nette Kollegen, so das das Arbeiten auch wieder Spass macht. Wenn nur die Absolutheit des anBordseins nicht wäre… na, wird schon.

Next »